Vorgeschichte


Anfang 80er Jahre:
Die heutige onyx, damals noch Elektrizitätswerke Wynau (EWW), hat bei den Kantonen Bern und Solothurn eine Konzession für einen Neubau des alten Kraftwerks beantragt. Sie will die Aare im Unterlauf ausbaggern und damit ein Mehrgefälle für die Energieproduktion gewinnen.

1983:
Gegen das Gesuch wird Einsprache erhoben und das Bundesgericht entscheidet pro Landschaftschutz.

1984: Für ein geändertes Projekt (Ersatz bestehendes Kraftwerk und Stollenprojekt) wird ein erneutes Konzessionsgesuch eingereicht.  Bedingung! Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung. Nach deren Durchführung wird das Projekt als umweltverträglich taxiert.

1988: Der bernische Grosse Rat erteilt die Konzession, ein Jahr später stimmt auch der Souverän des Kantons Solothurn zu.

1990: Die EWW reicht das Baugesuch ein. Es folgen erneut Einsprachen von Umweltverbänden, die sich 1991 darauf einigen, dass gegen eine konventionelle Kraftwerk-Erneuerung keine Einwände bestehen. Die Opposition gegen das Stollenprojekt bleibt bestehen.

1992: Die Bewilligung für den Bau der 1. Etappe (Ersatz altes Kraftwerks) wird erteilt.

1995: Für den Bau der 2. Etappe (Stollenprojekt) wird durch die EWW ein Baugesuch eingereicht. Gegen das Gesuch gehen Einsprachen ein.

1996: Das heutige Kraftwerk geht in Betrieb. Das Aareknie Wolfwil/ Wynau wird mit dem Hinweis ins Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler (BLN) aufgenommen, dass die 2. Ausbau-Etappe  trotzdem realisiert werden kann.

1997: Die Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE) erteilt die Plangenehmigung für Etappe 2. Die beim Verwaltungsgericht, durch die Arbeitsgemeinschaft zum Schutz der Aare (ASA), eingereichte Beschwerde wird abgelehnt. Umweltverbände gelangen ans Bundesgericht.

1998: Das Bundesgericht tritt auf die Beschwerde der Verbände ein und weist die Sache zur Neubeurteilung an die Kantonale Bewilligungs-behörde (BVE) zurück.

2003: Ein Gutachten der Eidgenössischen Natur- und Heimatschutz-kommission (ENHK), als Mitbericht zur Stellungnahme des BVE, befand den Schutz der Landschaft wichtiger als die Steigerung der Strom-produktion. Das Projekt sei von regionaler, der Schutz der Aare jedoch von nationaler Bedeutung.

2004: onyx hält dem Gutachten entgegen, dass eine umweltverträgliche und CO2 freie Stromproduktion auch von nationaler Bedeutung ist. Dies zeigen u.a. auch die vom Bundesrat verabschiedeten Klimaziele. Ein Entscheid durch die Bewilligungsbehörde des Kantons Bern ist noch nicht gefällt.

2008: Ein Gutachten der Firma Natur und Landschaft (ANL) im Auftrag der onyx zeigt, dass die Kiesbänke im Schutzgebiet ohne Massnahmen nicht erhalten bleiben. Der Bau des Stollenprojekts (2. Etappe) könnte als eine mögliche Massnahme zum Erhalt der Kiesbänke angesehen werden.

News

onyx fährt mit Strom und schont das Klima. 
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Stromzukunft

Der VSE-Direktor erläutert die Stromzukunft Schweiz.
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